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Saudi-Arabien Artikel
Das Königreich Saudi-Arabien, (المملكة العربية السعودية), ist ein Staat
in Vorder-Asien. Saudi-Arabien liegt auf der Arabischen Halbinsel und grenzt an den Irak, Jordanien, Kuwait, Oman, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate, den Jemen, das Rote Meer, Bahrein und den Persischen Golf.
- offizieller Name: Al-Mamlakah al Arabiyah as Saudiyah
- Erdteil: Asien (Naher Osten)
- Religion: Islam
- Nationalfeiertag: 23.09
- Gliederung: 5 Provinzen
- Bevölkerungszunahme: 4,4 Prozent in dem Jahr
- größte Städte: Riad, Dschidda, Mekka, Taif
- Lebenserwartung: 70 Jahre
- Alphabetisierung: 62 %
- Landescode nach ISO 3166-1:
SA
Die beiden heiligsten Stätten des Islam, die Kaaba in Mekka und die Ruhestätte des Propheten Mohammed in Medina liegen in Saudi-Arabien, sodass das Land jährlich die Absicht von Hundertausenden Pilgern wird, vor allem während der Hadsch.
Staatsreligion ist die wahhabitische Richtung des Islam.
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Die Arabische Halbinsel besteht größtenteils aus einem ausgedehntem Hochland . In dem Westen bildet das Plateau einen steilen Randabbruch, der parallel zur Küste des Roten Meeres verläuft. In dem Nordwesten gibt es praktisch keine Küstenebene. Die höchsten Gipfel liegen in dem Südwesten in dem Asir-Gebirge. Östlich des Randabbruchs fällt das unwirtliche Hochland allmählich bis zu den flachen Wassern des Persischen Golfes ab, dessen Küste von Sümpfen und Salzflächen gesäumt wird. Das Hochland wird überwiegend von Sandwüste mit einigen Gebieten von nacktem vulkanischem Gestein bedeckt. Ein breites Wüstenband, "das leere Viertel" Rub al Chali , erstreckt sich über den gesamten Süden des Landes. Der höchste Berg ist der Dschabal Sauda mit 3.133 m Höhe.
Es herrscht vorwiegend heißes und trockenes Klima. Das kontinentale Klima in dem Landesinneren weist zu dem Teil beträchtliche Temperaturunterschiede, vor allem zwischen Tag und Nacht auf. In dem Sommer sind tagsüber Maximalwerte von 40 Grad möglich, in dem Winter kann nachts der Gefrierpunkt unterschritten werden. Die durchschnittliche Jahrestemperatut liegt bei 28 Grad. Der größte Teil der spärlichen Jahresniederschlagsmenge fällt zwischen November und Januar.
In den meisten Teilen des Landes ist die Vegetation auf niedrige Gräser und kleine Sträucher beschränkt. In verstreuten Oasen wachsen Dattelpalmen. Die arabische Oryxantilope , so wie weitere Antilopenarten wurden durch die Jagd in Freiheit ausgerottet. Heute lebt arabische Oryxantilope aufgrund von Auswilderungs-Programmen wieder in kleiner Zahl in Freiheit. Auch einige Singvögel sind vom Aussterben bedroht. Andererseits sind Wildkatzen, in der Wüste lebende Flughühner , höhlenbauende Nagetiere sowie Wüstenratten und diverse Reptilien und Insekten verbreitet. Die in Syrien vor wenigen Jahren wiederentdeckten Waldrappen ziehen wohl auch nach Saudi-Arabien. Der Halsbandsittich ist als Neozoon in vielen Siedlungen zu finden. In den Küstengewässern des Roten Meeres wimmelt es von Meerestieren, besonders in den Korallenriffen.
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Saudi-Arabien hat folgende Länder als Nachbarländer: Jordanien, Irak, Kuwait, Vereinigte Arabische Emirate (VAE), Katar, Oman und Jemen. Auffällig am Grenzverlauf ist, dass er besonders in dem Norden sehr gradlinig ist und keine großen Ausbuchtungen hat, weil er von den Kolonialmächten festgelegt wurde. In dem Norden, Nordosten und Süden wird das Land durch Nachbarländer eingegrenzt. In dem Osten und Westen stellen die Küsten des Landes, am Roten Meer und am Persischen Golf, die Grenzen dar. Insgesamt hat Saudi-Arabien 4.415 km Grenzen, die längste davon zu dem Irak. Das Land ist in 13 Provinzen unterteilt, dazu kommen noch zwei Regionen, die neutral aber dem Königreich zugehörig sind.
Buch-Tipp: Gesammelte Werke: Gesammelte Werke, Bd.50, In Mekka: Bd. 50 Lesenswert Sicher, Kandolf hat sich weitgehend an den Stil Mays gehalten, unvollständige Notizen des Schriftstellers sorgten dafür und so entstand der Schluß der Geschichte "Am Jenseits". Spannend ist die Handlung schon und auch die Lösung entspricht in dem Großen und Ganzen den Intentionen Mays. Trotzdem merkt man den Bruch und die fremde... |
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Saudi-Arabien ist eine islamische absolute Monarchie unter König Fahd bin Abd al-Aziz Al Saud, der gleichzeitig Premierminister ist.
Auch der Rest der königlichen Familie hat wichtige Regierungsämter inne.
An der Staatsspitze steht der aktuelle König, Fahd Idn Abd Al Asis. Die Regierungsgeschäfte werden allerdings vom Kronprinzen Abdullah geführt, da der König aufgrund einer schweren Krankheit dazu nicht mehr in der Lage ist.
Seit der Proklamation der Unabhängigkeit herrschten fünf Könige über das Reich, alle aus dem Hause der Saud. Muss ein neuer König ernannt werden, so tritt der Rat der Ältesten aus dem Königshaus zusammen, um ihn zu bestimmen. Dem König untersteht ein Ministerrat, der erst 1993 eingerichtet wurde. Er hat jeweils 120 Mitglieder, die vier Jahre diese Position bekleiden. Alle Mitglieder dieses Rates werden vom König persönlich ernannt. Der Rat hat aber keine Verfügungsgewalt über den Staatshaushalt oder über Gesetzesbeschlüsse, er berät lediglich den König. Alle Schlüsselministerien, wie Inneres, Äußeres, Verteidigung und Wirtschaft sind mit Prinzen aus dem Königshaus in ihren Spitzenpositionen besetzt. Großen Einfluss auf das Volk haben die Ulema , die Religionsgelehrten, die in den Moscheen des Landes predigen.
Das Land ist seit 1993 in dreizehn Regierungsbezirke aufgeteilt, die einem vom König ernannten Gouverneur unterstehen. Die kleinen Städte und Dörfer werden in der Regel von einem Dorf- oder Ältestenrat regiert. Frauen bekleiden in der Regierung keine Positionen. Die Verfassung des Landes besteht in schriftlicher Form erst seit 1992. In diesem Jahr wurde das 83 Punkte starke Dokument verfasst, das auf der Schari'a, dem islamischen Recht, basiert. Zusätzlich orientiert sich das Gesetz am Koran und der Sunna. Diese Regeln werden strikt ausgelegt und vor allem auch durchgesetzt. In dem Staat gibt es weder eine Opposition noch eine Regierungspartei. Gewerkschaften sind vom König offiziell verboten.
Saudi-Arabien war bislang ein enger Verbündeter der Vereinigte Staaten Amerika.
Die US-Armee unterhält seit dem ersten Golfkrieg mehrere wichtige Stützpunkte in Saudi-Arabien (zum Beispiel Al Kharj, südlich von Riad).
Seit den Anschlägen vom 11.09 2001 auf das WTC in New York hat sich das Verhältnis zwischen den beiden Staaten jedoch deutlich abgekühlt.
15 der 19 Attentäter waren saudische Staatsangehörige, was von den Saudis zunächst dementiert wurde. Für den zweiten Golfkrieg gegen den Irak durften die saudischen Stützpunkte nicht genutzt werden. Zudem sind wegen der WTC-Anschläge eine Reihe von Schadensersatzklagen in Multi-Milliarden-Dollar-Höhe vor allem gegen Saudi-Arabien in den Vereinigte Staaten Amerika anhängig.
Dieser Aspekt sorgt für zusätzliche Spannungen zwischen den beiden Staaten.
Saudi Arabien ist Mitglied des Gulf Cooperation Council GCC
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Seit der Staatsgründung 1932 durch Ibn Saud wurde das Königreich von fünf Monarchen in folgender Reihenfolge regiert:
- Abd al-Aziz al Saud, (1932-1953)
- Saud, (1953?1964), Sohn von König Abd al-Aziz
- Faisal, (1964-1975), Sohn von Abd al-Aziz
- Chalid, (1975?1982), Sohn von Abd al-Aziz
- Fahd, (1982? ), Sohn von Abd al-Aziz.
Letzterer ist seit 1982 in dem Amt und führte maßgebliche Reformen in dem Land durch. Alle stammen von König Abd al-Aziz ab. Er und seine männlichen Nachkommen zeugten mindestens 5 Tausend Prinzen, die zu dem großteil Funktionen in den Ministerien des Staates innehaben. Die Zahl seiner männlichen Nachkommen in direkter Linie steigt beständig stark an. Das verdeutlicht wie allgegenwärtig das Königshaus in dem Lande ist.
Saudi-Arabien ist kein laizistischer Staat, was heute eher eine Seltenheit ist. Der König hat das Amt des Wächters der heiligen Stätten von Mekka und Medina , was ihn und das Königshaus in der islamischen Welt aufgewertet. Darum legt
das Königshaus großen Wert darauf, die Politik nicht von der Religion zu trennen, wie es zu dem Beispiel in der Türkei strikt getan wird. Insbesondere die langjährige Verbundenheit der Dynastie der Saud mit dem wahabitischen Klerus und umgekehrt trägt zur Verankerung der Monarchie in dem Königreich bei. In letzter Zeit zeigen sich jedoch Risse in dieser gegenseitigen Verbundenheit.
Starker Mann in dem Königshaus ist derzeit Kronprinz Abdullah. Der an Krebs leidende König Fahd ist politisch nicht mehr aktiv.
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Saudi-Arabien ist der größte Produzent von Erdöl global und kontrolliert ungefähr 25 Prozent aller bekannten Reserven und ist ein führendes Mitglied der OPEC.
Im Jahre 2 Tausend stammten 12,3 Prozent des global geförderten Erdöls aus Saudi-Arabien. Die Vorräte belaufen sich auf 35 bis 36 Milliarden Tonnen.
Da Saudi-Arabien 25 Prozent aller Erdölreserven der Welt besitzt, ist die Wirtschaft des Landes in dem weitesten Sinne auf alles, was mit Öl zutun hat, spezialisiert. Das zweitwichtigste Wirtschaftsgut ist Erdgas, danach kommt der Dienstleistungssektor, insbesondere der Tourismus, da jährlich mehr als eine Million Pilger das Land besucht. Saudi-Arabien erwirtschaftete in dem Jahr 2 Tausend ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 173.287 Millionen US-Dollar. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf lag in dem selben Jahr bei 8.360 US-Dollar. Davon wurde mit 7 % der kleinste Teil in der Landwirtschaft erwirtschaftet. Der größte Teil am BIP mit, 47,7 % wurde in der Industrie des Landes, die natürlich zu dem Großteil in der Ölförderung und deren Derivaten bestand, erwirtschaftet. Der Anteil des Dienstleistungssektors war mit 45,2 % fast ebenbürtig.
Saudi-Arabien hatte damit ein Wirtschaftswachstum von 4,1%, ein Wert von dem mancher europäischer Staat ca. träumen kann. Die Währung in dem Königreich ist der Riyal. Er spaltet sich in folgende Untereinheit auf: 1 Saudi-Riyal (SR) = 20 Qirshes= 100 Halala. Der Wechselkurs zu dem Euro beträgt in dem Moment: 1 SR: 0,29 €. Saudi-Arabien hat eine Inflationsrate von -1,4%.
Saudi-Arabiens Handelsbilanz vermeldet einen Überschuss von 44,387 Mrd. US$. Das Land exportierte in dem Jahr 2002 Waren in dem Wert von 73,032 Mrd. US-Dollar, davon 88 Prozent Rohöl sowie 5,1 Prozent Petrochemische Produkte, in folgende Hauptausfuhrländer: in die Vereinigte Staaten Amerika mit 16,3 Prozent am meisten, danach folgt Japan mit 14,9 Prozent am Anteil der Waren und schließlich Südkorea mit 9,6 %. Diese Länder stellen die wichtigsten Außenhandelsländer Saudi-Arabiens dar. Als wichtige Exportländer sind des Weiteren noch Singapur und Frankreich zu bezeichnen.
Importiert wurden Waren und Güter in dem Wert von 28,645 Mrd. US Dollar. Die wichtigsten Waren, die in das Land importiert wurden, waren Maschinen, Transportmittel und Chemikalien. Auch auf diesem Sektor der Wirtschaft spielen die Vereinigten Staaten wieder eine herausragende Rolle. Sie exportierten 18,9 Prozent der Güter in das Königreich. Großbritannien, Japan, Deutschland, Frankreich teilen sich hinter den Vereinigte Staaten Amerika zu dem größten Teil den Exportmarkt für Saudi-Arabien. Der Staat tätigt in dem Königreich Ausgaben von 54,20 Mrd. US-Dollar.
Die meisten Mittel werden für die Bevölkerung und die Infrastruktur aufgewendet. Es werden keine Angaben zur Arbeitslosigkeit und zu den Auslandsschulden gemacht. Hinter vorgehaltener Hand wird aber von einer Arbeitslosenquote von bis zu 30 Prozent gesprochen. Ein weiteres Problem für die jungen Saudis ist, dass hoch bezahlte Arbeitsplätze vom Staat nicht mehr selbstverständlich an jeden Saudi verteilt werden. Sie sehen sich mit der für sie völlig neuen Situation konfrontiert, Arbeiten zu verrichten, die bisher von den ungefähr 6 Mio. Gastarbeitern verrichtet wurden. Die meisten dieser Arbeiten liegen nach Meinung der Saudis unter ihrem Niveau. Die saudische Regierung versucht nun, die ausländischen Arbeitnehmer aus ihren Positionen zu verdrängen und diese niedrig bezahlten Arbeitsplätze mit jungen Saudis zu besetzen. Bislang werden ca. 44 Prozent der Arbeitsplätze von Saudis bekleidet.
Das Land hält Devisenreserven von 20,847 Mrd. US Dollar. Man muss sagen, dass es den Anschein macht, als ob Saudi-Arabien seit dem Beginn des Ölbooms in den 50er Jahren des 20. Jh. eine sehr gute wirtschaftliche Position innehat und diese behauptet. Reichtum ist in dem Königreich offensichtlich. Die Wirtschaft hat aber in Zeiten, in denen das Öl knapper wird, seinen Zenit wahrscheinlich schon überschritten und Probleme werden sich in Kürze einstellen. Das Pro-Kopf-Einkommen sank, beispielsweise von 1980 bis heute um 70%.=== Bodenschätze ===
Erdöl, Erdgas, Kalkstein, Gips, Marmor, Ton, Salz, Eisenerz, Gold
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Erdölraffinerie, Grunderzeugnisse der Petrochemie, Dünger, Zement, Stahl, Textilien, Export
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Wassermangel und wenig fruchtbare Böden setzen der landwirtschaftlichen Nutzung Grenzen.
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Ausfuhrgüter sind Erdöl und Lebensmittel.
Einfuhrgüter sind Transportausrüstung, chemische Erzeugnisse, Metallprodukte und Textilien.
Die wichtigsten Außenhandelspartner sind für den Export die Vereinigte Staaten Amerika, Japan, Singapur und Frankreich und für den
Import Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Vereinigte Staaten Amerika und Japan.
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Die Bevölkerung konzentriert sich auf die Städte und wenige Oasen.
Die ursprüngliche Bevölkerung setzt sich fast ca. aus Arabern zusammen.
Das Land wird von etwa 400 Stämmen bewohnt, von denen heute noch einige als Nomaden leben.
Noch über ein Zehntel der Einwohner leben nomadisch oder halbnomadisch.
Über 2 Millionen Gastarbeiter sind in Saudi-Arabien beschäftigt.
Die soziale Absicherung ist gut, die medizinische Versorgung, die allen Einwohnern in den Städten zur Verfügung steht, ist sehr gut.
Saudi-Arabien hat eine Bevölkerungsgröße von 20,723 Millionen Menschen. Davon sind 6 Millionen legal in dem Land lebende Ausländer.
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Zusammensetzung der Bevölkerung | |
90 Prozent der Bevölkerung sind arabischer Herkunft entweder Saudis oder Menschen aus dem arabischen Raum, vornehmlich Ägypter, Jordanier und Palästinenser. Der Rest der in Saudi-Arabien lebenden Menschen sind Ausländer, die meist als Gastarbeiter in dem Königreich tätig sind. Von der Bevölkerung ist der Großteil sunnitisch (85%), 15 Prozent der Bevölkerung sind Schiiten. Die Mehrheit der Ausländer kommt aus dem vorderasiatischen und schwarzafrikanischen Raum, die Länder aus denen die Arbeiter kommen sind: Indien, Pakistan, Iran, Philippinen, Indonesien und Sudan. Sie arbeiten vor allem in den Bereichen, in denen Saudis nicht arbeiten wollen.
Der Wüstenstaat hat eine Bevölkerungsdichte von 10 Einwohnern pro km². 86 Prozent der Menschen in Saudi-Arabien leben in den Städten des Landes, die restlichen 14 Prozent leben auf dem Land beziehungsweise in den Wüsten des Landes. In dem Durchschnitt haben die Menschen in dem Lande eine Lebenserwartung von 68,4 Jahre, davon werden die Frauen 70,2 Jahre alt, die Männer 66,7 Jahre. In dem Durchschnitt gebärt eine saudi-arabische Frau 5,5 Kinder in dem Laufe ihres Lebens. Davon gibt es 50 Sterbefälle pro 1 Tausend Geburten, sowie eine Müttersterblichkeit von 23 von 100 Tausend Geburten. Damit wächst die Saudi-Arabische Bevölkerung jährlich um 3,27 Prozent. Damit hat das Land eine der größten Wachstumsraten der Welt überhaupt. Fast zwei Drittel der saudischen Bevölkerung sind unter 25 Jahre alt. Die Ansteckung durch HIV ist trotz der Nähe zu Afrika und den dadurch resultierenden Einflüssen mit 0,01 Prozent als sehr klein einzustufen. In Deutschland zu dem Vergleich liegt sie bei 0,1%, in dem Sudan bei 2,6%. Der Alphabetisierungsgrad der arabischen Bevölkerung ist mit insgesamt 93,6 % fast so hoch wie der bei 99 Prozent liegende Alphabetisierungsgrad in Deutschland. Dabei sind die saudi-arabischen Frauen mit 91,2 % fast ebenso des Lesens und Schreibens mächtig, wie die Männer, die einen Alphabetisierungsgrad von 95,9 % erreichen. In Saudi-Arabien kommen auf 1 Tausend Menschen aus der Bevölkerung in dem Durchschnitt 1,7 Ärzte sowie 2,3 Betten in einem staatlichen Krankenhaus. Hocharabisch ist die Amtssprache, Englisch gilt als Sprache des Handels, nebenbei werden noch ein paar Dialekte des Arabischen gesprochen, die aber in dem offiziellen Gebrauch kaum Anwendung finden.
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Die Versorgung mit Trinkwasser stellt aufgrund des Reichtums des Landes kein Problem dar, obwohl Wasserknappheit ein wachsendes Problem ist, da sich auch die Grundwasserreserven langsam erschöpfen. Das Land ohne Flüsse und Seen begegnet dem drohenden Mangel mit Bau von Tiefbrunnen und Meerwasserentsalzungsanlagen, die wiederum einen bedeutenden Teil der Energie verbrauchen. Die Küsten am Persischen Golf und am Roten Meer sind teilweise ölverschmutzt.
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Das Schienennetz ist 1.390 km lang und meist einspurig.
Das Staßennetz ist 146.524 km lang und 50 Prozent sind befestigt.
Es gibt 3 internationale Flughäfen: Damman , Dschidda und Riad. Die nationale Fluglinie ist Saudi-Arabian Airlines . Eine überragende Stellung nehmen die beiden Ölhäfen Ras Tannura bei Damman am Persischen Golf und Dschanbu am Roten Meer ein. Etwa die Hälfte aller Reisenden sind Pilger nach Mekka.
Die Küstenschifffahrt ist von großer regionaler Bedeutung für Handel und Verkehr. Eine Ölpipeline führt von den Ölfeldern am Persischen Golf nach Dschanbu am Roten Meer. Sie ist 2.200 km lang.
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Die Kultur ist vom Islam geprägt. Das Land nimmt in der islamischen Welt eine Sonderstellung ein, da auf dem Staatsgebiet die beiden heiligen Städte Mekka und Medina liegen.
Die Kultur und das gesellschaftliche Leben in Saudi Arabien folgt exakt festgelegten Regeln, denen der sunnitischen Religion, was den Grund einmal mehr darin hat, dass in Saudi-Arabien Mekka und Medina liegen, die wichtigsten Städte der islamischen Welt. Das ganze Leben der in Saudi-Arabien lebenden Menschen scheint sich nach den Regeln der wahabistischen Machthaber zu bewegen. Alle müssen sich den aufgestellten Regeln unterwerfen, wie zu dem Beispiel der Arbeitsruhe während der fünf täglichen Gebetszeiten. Saudi-Arabien versucht dem Rest der Islamischen Welt ein Vorbild in der Auslegung des Korans und der durch die Schari'a vorgeschriebenen Lebensart zu sein. Daraus resultiert, dass zu dem Beispiel Frauen ca. in Begleitung eines männlichen Verwandten, total verschleiert, mit einem Gewand, das bis zu den Knöcheln reicht, auf die Straße gehen dürfen. Es ist ihnen nicht erlaubt ein Auto selbst zu fahren.
Dadurch, dass das Königshaus Al Saud so auf seine Verantwortung gegenüber dem Islam beharrt, ist es verboten, öffentliche Theater, Kinos oder Schauspielhäuser zu betreiben. Kultur findet ca. in einem sehr engen Rahmen statt. Sie muss traditionell sein und dem Glauben dienen. Wendet sich das dargestellte Thema beispielsweise in der Literatur, Theologie oder der Darstellung anderer Länder zu, wird sie meistens tabuisiert und gilt als verpönt. Versucht man als Mensch aus dem Westen eine kulturelle Veranstaltung durchzuführen, so unterliegt sie stets der strengen Kontrolle und Zensur der wahabistischen Religionsgelehrten.
Das kulturelle Erbe des Landes wird zu dem Beispiel auf dem alljährlich veranstalteten Jenadriyah Kultur-Festival gepflegt. Hier gelangen traditionelle Musik und Tänze zur Aufführung. Das ganze kulturelle Leben in dem Königreich ist vollkommen auf den Islam ausgelegt. == Bildung ==
Es besteht keine Schulpflicht. Von der Grundschule bis zu dem Hochschulabschluss übernimmt der Staat die Ausbildungskosten. Die Einschulungsquote liegt bei 63%. Es gibt 7 Universitäten und 65 Colleges, u.a. in Damman, Dahran , Dschidda, Medina und Riad. 17 Colleges sind den Frauen vorbehalten.
Die Analphabetenquote sank zwischen 1962 und 1995 von 97,5 Prozent auf 37,2 Prozent.
Saudi-Arabien verfügt über ein großes Bildungsangebot in Bezug auf die islamischen Religion. Die meisten großen Bildungsinstitutionen liegen in Riad.
Neben den islamischen Wissenschaften liegt ein weiterer Schwerpunkt in dem Bereich der technischen Wissenschaften. Zu dem Thema Erdöl und dessen Verarbeitung sind die Bildungseinrichtungen Saudi-Arabiens Weltspitze.
Die Unterrichtssprache an den Universitäten des Landes ist meistens Englisch.
Ihre Grundbildung erhalten die saudischen Kinder in Koranschulen, die es in jedem kleinen Dorf gibt. Obwohl die Rechte der Frauen in Saudi-Arabien stark eingeschränkt sind, werden Jungen und Mädchen gleichermaßen unterrichtet. Auch etwa die Hälfte der Universitätsabsolventen ist weiblich - sie finden nachdem Abschluss ca. in der Regel keinen Arbeitsplatz. == Die größten Städte ==
In Saudi-Arabien gibt es ca. zwei Städte mit über einer Million Einwohner. Eine davon ist Riad, Hauptstadt und Regierungssitz des Landes, mit 2.276.100 Einwohnern. Die Stadt liegt ungefähr 150 km südlich des nördlichen Wendekreises zwischen den beiden größten Wüsten des Landes relativ zentral in dem östlichen Teil der Landesmitte. Riad ist seit der Unabhängigkeit Saudi-Arabiens in dem Jahre 1932 Hauptstadt des Landes. Auch historisch ist Riad ein sehr wichtiger Durchreiseort des arabischen Raums, der Pilgerwege nach Mekka und Medina, die wichtigsten Pilgerstätten des Islam. In Riad befindet sich der Hauptpalast des Königshauses Saud, das seit 1824 in der Stadt residieren. Riad, auch Er-Riad genannt war ursprünglich eine Oase, die sich nach und nach zur Metropole entwickelte, besonders nachdem Ölboom in der Mitte des zwanzigsten Jahrhundertes.
Die nächst größere Stadt in Saudi-Arabien ist die Hafenstadt Jidda (Djiddah) am Roten Meer in der Nähe zu Medina. Djidda hat 1,49 Millionen Einwohner. Djidda ist der wichtigste Exporthafen für Erdölprodukte und Vieh (Ziegen, Schafe und Kamele) aus Saudi-Arabien, und hat seit 1947 eine gigantische Entwicklung durchlebt. 1947 hatte die Stadt ungefähr 30 Tausend Einwohner und war auf eine kleine Fläche innerhalb ihrer Stadtmauern begrenzt. Heute kann man die Ausmaße der Stadt am besten an ihrer Prachtstraße festmachen, der „Corniche“, die von Hotels und Palästen gesäumt 60 km an der Küste des Roten Meeres entlang führt. Die Stadt ist eingebettet zwischen Meer und dem Asir Gebirge. Djidda ist ungefähr 300 Jahre alt, hier ist der Hafen besonders hervorzuheben.
Als nächstes in der Liste der großen Städte des Landes ist Mekka zu bezeichnen, die wichtigste Stadt des Islams. In Mekka leben dauerhaft ungefähr 800 Tausend Menschen, zur Zeit der Hadsch, der traditionellen Pilgerfahrt der Moslems nach Mekka, befinden sich jedoch hunderttausende Pilger in der Stadt. Sie werden häufig in Zeltstädten untergebracht. Mekka hat historisch eine große Bedeutung als Handelsstadt, da sie Knotenpunkt vieler Karawanenrouten aus Asien und Afrika nach Europa war. Die größere Bedeutung in Mekka ist jedoch der Religion zuzumessen, da sie die Geburtstadt des Islamgründers Mohammed ist. In der Stadt befindet sich das wichtigste Heiligtum des Islam die Kaaba, die sich in dem Zentrum der Stadt befindet und Zentrum der islamischen Pilgerreisen ist. Mekka befindet sich in der Nähe Djiddas in dem Landesinneren ungefähr 200 km südlich des nördlichen Wendekreises in dem mittleren Westen des Landes. Durch die besondere religiöse Position der Stadt wechselte die Herrschaft über die Stadt in der Geschichte regelmäßig, je nach dem welche muslimische Macht gerade den größten Einfluss hatte.
Die kleinste Großstadt Saudi-Arabiens ist mit 608 Tausend Einwohnern Medina. Medina liegt in der Mitte des Landes in dem westlichen Teil auf der Höhe von Riad. Die Stadt hat ebenfalls eine sehr große Bedeutung für den Islam. Sie ist die zweitheiligste Stadt der Moslems. Medina ist so wichtig, da in der Stadt der Prophet Mohammed begraben ist und damit ein wichtiger Pilgerort ist. Medina tat sich ebenfalls als Karawanenstadt hervor und war ein wichtiges Handelszentrum. 1932 wurde Medina von den Truppen des saudischen Königs von der Herrschaft der Haschimiten befreit und dem Königreich einverleibt.
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